Zeit Online bezeichnet OP-Bevorzugung von Asylanten im AKH-Wien als „nachweislich falsch“

Quelle: Unzensuriert

Die unzensuriert.at-Geschichte über die Bevorzugung von Asylwerbern bei Herzoperationen im AKH sorgt bis heute für Aufregung in den Medien. Foto: Luv / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Die unzensuriert.at-Geschichte über die Bevorzugung von Asylwerbern bei Herzoperationen im AKH sorgt bis heute für Aufregung in den Medien.
Foto: Luv / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Was tun, wenn unzensuriert.at nicht nur zur Konkurrenz des Mainstreams wird, sondern auch die alteingesessenen Medien bei Leserzahlen überholt? Anscheinend haben sich die Neider zu einem Komplott verabredet, um den erfolgreichen Weg von uns madig zu machen. Viele österreichische Medien haben ja bereits die Behauptung aufgestellt, dass nicht jeder Beitrag der Wahrheit entsprechen würde.

Jetzt schreibt auch die deutsche Zeit Online diesen Unsinn nach und bezeichnet die Meldung, dass Asylwerber bei Operationen im Wiener AKH bevorzugt werden, als nachweislich falsch.

Journalistische Sorgfaltspflicht verletzt

Entgegen jeder journalistischen Sorgfaltspflicht hat Zeit Online weder mit der Redaktion von unzensuriert.at gesprochen, noch mit der Pressestelle des AKH – auch werden sonst keine Quellen genannt, die diese Behauptung untermauern. „Die Meldung ist nachweislich falsch“ wird einfach in den Raum gestellt, um unzensuriert.at ins Reich der Verschwörungstheorien zu verbannen und selbstherrlich als „sauberes Medium“ dazustehen.

Krankenschwester brach ihr Schweigen

Grund genug, die von Zeit Online angesprochene Geschichte Revue passieren zu lassen. Unzensuriert.atveröffentlichte am 5. September 2016 folgende Story: „AKH-Mitarbeiterin packt aus: Asylwerber sollen bei Operationen bevorzugt werden“. Eine Mitarbeiterin des Allgemeinen Krankenhauses Wien (AKH) packte aus, anonym natürlich, weil sie, wie sie uns versicherte, ein Dokument unterschreiben musste, damit nichts in die Öffentlichkeit getragen werde. Die Krankenschwester brach trotzdem ihr Schweigen – und erzählte Unfassbares:

Asylwerber würden auf der Herzstation bei Operationen bevorzugt, Österreicher nachgereiht. Seit eineinhalb Jahren habe sich die Situation dramatisch verschärft, vor allem für die Krankenschwestern, denen Moslems wenig Respekt entgegen brächten.

AKH schwieg zu den Vorwürfen

Die Geschichte schlug ein wie eine Bombe und verursachte ein Rauschen im Blätterwald. Wie es sich geziemt, baten wir die Pressestelle des AKH um eine Stellungnahme. Allerdings blieb eine Mail-Anfrage unsererseits vom 30. August bis zur Veröffentlichung des Artikels unbeantwortet. Dadurch wurde die Möglichkeit, den Anschuldigungen der Mitarbeiterin entgegenzutreten, nicht genützt. Der journalistischen Sorgfaltspflicht haben wir aber, wie bei allen unseren Geschichten, genüge getan. Deshalb ist es mehr als unfair zu behaupten, wie Zeit Online es jetzt tut, dass die Meldung „nachweislich falsch“ sei.

Schweigsam bei Asylwerber-Anfragen

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Krankenhäuser und Ärzte auffallend schweigsam sind, wenn Presseanfragen zu Asylwerbern gestellt werden. Am 2. Oktober vorigen Jahres hat unzensuriert.at über einen Buben berichtet, der nicht zur Therapie durfte, weil dem Vernehmen nach 500 Flüchtlinge zur Erstversorgung in das Wiener Wilhelminenspital gebracht wurden und dadurch Chaos herrschte.

Der Vater des betroffenen Patienten verheimlichte seinen Namen nicht und schilderte den Vorfall sehr glaubwürdig. Seitens des Spitals und des behandelnden Arztes gab es dazu keine Stellungnahme. Andere Medien aber haben die Geschichte aufgegriffen und versucht, diese als Märchen darzustellen.

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