Wien-Margareten: Tödlicher Meningitis-Fall beunruhigt Schüler und Eltern

Quelle: Unzensuriert

Meningitis: Tödlicher Verlauf beunruhigt Mitschüler und Eltern in einer Wiener Volksschule. Foto: Jensflorian / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

Meningitis: Tödlicher Verlauf beunruhigt Mitschüler und Eltern in einer Wiener Volksschule.
Foto: Jensflorian / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

Ein tödlicher Meningitisfall in der Volksschule Am Hundsturm in Wien-Margareten beunruhigt derzeit Schüler und Eltern. Eine Volksschülerin war an der hochansteckenden und leicht übertragbaren Krankheit schwer erkrankt und schlussendlich sogar gestorben. Obwohl der Erkrankungsfall bereits länger andauerte, kam es zu keiner unmittelbaren Information der potentiell mit betroffenen Personen. Erst am Tag des tragischen Todes der Schülerin wurden alle Schüler, Eltern und Lehrer tatsächlich informiert.

Der Wiener Stadtschulrat rechtfertigt sich, dass die unmittelbar Betroffenen, also Lehrer und Mitschüler der schwer Erkrankten, bereits letzten Freitag bzw. Samstag informiert und medizinisch entsprechend versorgt worden seien.

FPÖ-Gesundheitssprecherin fordert volle Information

FPÖ-Gesundheitssprecherin Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein greift diesen Fall nun auf und fordert volle Information der betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer in solchen Situationen. Es müsse statt rot-grüner Vertuschungspolitik beim Verdacht schwerer ansteckender Krankheiten eine lückenlose Information geben. In diesem Zusammenhang seien insbesondere die Gesundheits- und die Bildungsministerin gefordert, so Belakowitsch-Jenewein:

Der tragische Todesfall einer Volksschülerin in der Volksschule Am Hundsturm in Wien-Margareten zeigt, wie rasch eine ansteckende Krankheit auch bei uns zu einer ernsten Bedrohung für die Gesundheit werden kann. Umso mehr ist für die betroffene Schule, ihre Schüler, Eltern und Lehrer völlige Transparenz in Sachen Information über den Fall und die Gefahrenlage von Seiten der Wiener Schul- und Gesundheitsbehörden zu erwarten. Wie man Medienberichten entnehmen kann, ist man dieser Aufgabe aber wieder einmal nur zögerlich und mit fast einer Woche Zeitverlust nachgekommen. Damit hat man potenziell mehr als 200 Volksschüler und deren Familienangehörige gefährdet. Das ist ein handfester Skandal, passt aber wieder einmal in das Bild einer ineffizienten rot-grün dominierten Stadtverwaltung

Was es braucht, ist eine effiziente und lückenlose Information der Betroffenen und keine Vertuschungspolitik in Rot-Grün. Gesundheits-und Bildungsministerin sind aufgerufen, hier gemeinsam gesetzlich bzw. im Verwaltungsvollzug Grundlagen dafür zu schaffen, dass potenziell Betroffene – sei es im Schulverband, aber auch in anderen Organisationseinheiten, wo große Gruppen von Menschen miteinander zu tun haben – beim Verdacht schwerer ansteckender Krankheiten umfassend informiert und betreut werden. Nur so kann man einerseits berechtigten Ängsten der Betroffenen entgegenwirken, gleichzeitig aber auch sicherstellen, dass zum frühesten Zeitpunkt eine medizinische Intervention, abgestimmt auf die Gefahrenlage, stattfinden kann.

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